Hygiene, richtige Ernährung, regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustands sind zwar wesentliche Bestandteile der Gesundheitsfürsorge bei den von uns gepflegten Tieren, sie verhindern aber nicht, dass es zu Erkrankungen kommen kann.
Insbesondere in größeren Beständen können z.B. Infektionen seuchenartige Ausmaße erreichen, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird. Dies bedeutet, dass so schnell wie möglich ein Tierarzt hinzugezogen werden sollte, um die Behandlung der erkrankten Tiere zu übernehmen. Eigenverantwortliches herumdoktern, evtl. sogar die Gabe von Antibiotika aus wagen Verdachtsmomenten heraus, zeigen nicht die Kompetenz des Halters, sie sprechen vielmehr für mangelndes Verständnis. Die sach- und fachgerechte Behandlung sollte immer in den Händen eines Veterinärmediziners liegen. Wundermittel, wie sie immer wieder angepriesen werden, sind meist reines Züchterlatein oder sollen die Gewinnspannen des Zoofachhandels erhöhen.
Um im Falle eines Falles schnell handeln zu können, ist es wichtig, die Symptome einer Erkrankung schnell zu erkennen, um die entsprechende Behandlung einleiten zu können.
Leider sind die Symptome bei Nagern oftmals unspezifisch, so dass eine genaue Diagnose erschwert wird. Auch deshalb sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Insbesondere bei exotischen Nagern ist es jedoch oftmals schwer einen versierten Tierarzt zu finden, der sich bei den Kleinsäugern gut auskennt. Man sollte sich deshalb schon frühzeitig, im besten Fall vor der Anschaffung der Tiere, um einen Tierarzt bemühen, damit im Ernstfall nicht zu viel Zeit mit der Suche verschwendet wird.