Den deutschen Namen Fuchs-manguste verdankt Cynictis penicillata dem fuchsartigen Aussehen, vor allem durch den stark dreieckigen Kopf sind deutliche Ähnlichkeiten zu erkennen, obwohl die Mangusten als Vertreter der Katzenartigen (Feloidea) mit den zu den Hundeartige (Canoidea) zählenden Füchsen (Vulpini) nur extrem weitläufig verwandt sind. Die Ähnlichkeit zu den Füchsen wird durch die kurzen, rundlichen Ohren und den im Vergleich zu den bekannteren Mangustenarten buschigen Schwanz noch deutlich verstärkt.

Mit einer Kopfrumpflänge von 27 bis 38 Zentimeter (hinzu kommt der 18 bis 28 Zentimeter lange Schwanz) erreicht Cynictis penicillata in etwa dieselben Körpermaße wie das Erdmännchen. Dies gilt auch für Körpergewicht von 450 bis 850 Gramm.

Das Fell der Fuchsmangusten variiert je nach Unterart, von denen je nach Autor bis zu zwölf unterschieden werden, in der Färbung. Während Tiere aus den südlichen Regionen eher rötlich-gelb gefärbt sind, sind die im Norden verbreiteten Fuchsmangusten meist gelbgrau gefärbt, wobei es immer wieder auch Zwischenformen gibt, was die Bestimmung der Unterart erheblich erschwert. Hinzu kommt, dass es offensichtlich bei einigen Mangusten zu einem saisonal bedingten Fellwechsel kommt, wobei sie in den Sommermonaten stärker rötlich gefärbt sind, während die Fellfarbe im Winter insgesamt eher blasser wirkt.

Beheimatet sind die Fuchsmangusten im südlichen Afrika, wobei sie dort hauptsächlich in Südafrika, Namibia und Botswana anzutreffen sind, aber auch Simbabwe und dem südlichen Angola kann man Fuchsmangusten antreffen.


Lebensraum und Verhalten

Wie Erdmännchen bevorzugen Fuchsmangusten Savannen und Halbwüsten als Lebensraum. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie immer wieder gemischte Kolonien mit Erdmännchen bilden. Erstaunlicher ist da schon die Vergesellschaftung mit Borstenhörnchen (Xerini), die auch vom Erdmännchen beschrieben ist. Es kann durch als ungewöhnlich gelten, dass sich ein Nagetier mit einem carnivoren Säuger freiwillig zusammenschließt, aber offensichtlich genießen die Hörnchen in dieser Lebensgemeinschaft eine gewisse Immunität.

Dafür graben die Nagetiere eifrig unterirdische Baue, die dann von den Mangusten genutzt werden. Zwar können Fuchsmangusten auch eigene Baue anlegen, sie bevorzugen aber eher leer Baue von Erdhörnchen oder Springhasen. Der Bau ist der zentrale Lebensmittelpunkt der Fuchsmangustengruppe, die meist aus vier bis zwölf Tieren besteht. Um ihn herum spielt sich das gesamte Familienleben ab. Während sie die Nacht innerhalb des Baues verbringen, verlassen die tagaktiven Mangusten ihn kurz nach Sonnenaufgang, um auf Nahrungssuche zu gehen. Dabei bevorzugen Fuchsmangusten Insekten, erbeuten aber auch kleinere Nagetiere und Vögel. Auch Eier stehen auf der Speiseliste der Mangusten, die in der für diese Familie typischen Art durch die Hinterbeine gegen Steine geschleudert werden, um sie zu öffnen.


Fortpflanzung

Weibliche Fuchsmangusten bringen ein bis zwei Mal im Jahr bringen ein bis vier Jungtiere zur Welt, wobei die Mehrzahl der Würfe im Freiland aus zwei Jungen besteht. Die Tragzeit beträgt 60- bis 64 Tage und ist damit mit der der Erdmännchen vergleichbar. Anders als bei diesen ist die Gruppenstruktur bei Fuchsmangusten nicht so streng hierarchisch, weshalb nicht nur das ranghöchste Weibchen erfolgreich Jungtiere aufziehen kann. Die Jungtiere sind nach sechs bis acht Wochen selbstständig, bleiben aber dann noch einige Wochen bei ihrer Familie, bevor sie abwandern und im Alter von etwa einem Jahr eigenen Nachwuchs bekommen. Viele Fuchsmangusten erreichen die Geschlechtsreife in freier Wildbahn jedoch nicht, weil sie Fressfeinden, wie z.B. großen Greifvögeln zu Opfer fallen oder schlichtweg verhungern. Im Gegensatz zum Freiland, wo die Mangusten selten einmal 10 Jahre alt werden, beträgt die Lebenserwartung in menschlicher Obhut bis zu 15 Jahre.

Haltung

Inzwischen sind Fuchsmangusten auch beim engagierten Privathaltern zu finden. Aufgrund ihrer geringen Größe sind sie gut zu halten und züchten bei entsprechenden Haltungsbedingungen auch meist recht problemlos. Das Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren schreibt für Fuchsmangusten eine Gehegegröße von 12 m2 für ein Paar vor, für jedes weitere Tier müssen dann weitere 2 m2 angeboten werden. Da Fuchsmangusten nicht winterhart sind, benötigen sie unbedingt ein ausreichend großes Innengehege, welches beheizbar ist. Das Anbieten eines zusätzlichen Außengeheges ist aber sinnvoll, vor allem in den Sommermonaten nutzen die Tiere, die wahre Frischluftfanatiker sind, dieses ausgiebig. Aber auch im Winter können die Mangusten zumindest stundenweise das Außengehege aufsuchen, solange ihnen ein ausreichend warmes Innengehege jederzeit zur Verfügung steht. Dabei zeigt sich, dass die Tiere mit trockener Kälte recht gut zurechtkommen, bei nasskalter Witterung bevorzugen sie jedoch meist den Aufenthalt in klimatisierten Innenraum. Um den Aufenthalt für die Fuchsmangusten während der kälteren Jahreszeit möglichst angenehm zu gestalten, empfiehlt sich das Schaffen eines witterungsgeschützten Liegeplatzes sowie das Anbringen eines oder mehrerer Wärmestrahler.


Als Bodengrund hat sich Sand bewährt, wobei die Dicke der Bodenschicht im Innenraum etwa 15 - 20 cm betragen sollte, wenn ein Außengehege zur Verfügung steht, in welchem die Tiere auch ausgiebig graben können, was auch für die Pflege der Krallen wichtig ist. Um ein Entweichen aus dem Außengehege zu verhindern muss dieses unbedingt vor Untergraben geschützt werden: Dies geschieht in vielen Fällen durch das Einbringen von verzinktem Draht, auf den dann die Bodenschicht in entsprechender Dicke aufgebracht wird. Dauerhafter und sicherer ist jedoch die Sicherung durch eine betonierte Bodenplatte oder Gehwegplatten, auf die dann eine Bodenschicht von 50 – 100cm aufgebracht wird. Wichtig ist in dem Fall, dass eine ausreichende Drainage vorhanden ist, damit es nicht zu Staunässe im Bodengrund kommt. Aus eben diesem Grund empfiehlt sich als Bodengrund auch die Verwendung eines Torf-Sand-Gemischs, wobei scharfkantige Sandsorten vermieden werden sollten.

Viele Halter bevorzugen eine geringere Dicke der Bodenschicht. Zwar können die Fuchsmangusten dann nicht mehr so ausgiebig graben, es besteht aber auch keine Gefahr, dass die unterirdischen Gangsysteme bei Betreten durch den Halter einstürzen und dann schlimmstenfalls Tiere begraben können. Ein Kompromiss ist es, nur eine bestimmte Ecke des Geheges mit einer entsprechend dicken Schicht Bodengrund auszustatten und im restlichen Gehege eher auf geringere Schichtdicken Sand zu setzen.


Gestaltung des Geheges
Fuchsmangusten sind extrem neugierige und intelligente Pfleglinge, weshalb die Einrichtung des Geheges so gestaltet sein muss, dass sie ausreichend Abwechslung und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Große Findlinge werden gerne als Aussichtsplattform genutzt, auch Wurzelstöcke und Baumstämme sind als Inneneinrichtung ideal. Hohle Baumstämme werden gerne als Rückzugsmöglichkeit genutzt. Den gleichen Zweck erfüllen auch einfach Kisten, die eine runde Einstiegsöffnung mit einem Durchmesser von etwa 10cm besitzen sollte. Wird diese etwa 10cm über dem Boden angebracht, dient dies als Schutz für eventuelle Nachzuchten, da die Jungtiere nicht aus Versehen einfach aus der Box herauskrabbeln können. Um eine leichte Reinigung zu gewährleisten empfiehlt es sich, bei den Ruhe- oder Schlafboxen auf eine Bodenplatte zu verzichten.
Wer Wert auf eine möglichst naturnahe Unterbringung seiner Pfleglinge legt, kann mit etwas Geschick auch einen künstlichen Erd- oder Termitenhügel erstellen, der als Bau für die Fuchsmangusten dient. Hier ist aber auf einen entsprechenden Zugang zu achten, um die anfallenden Reinigungsarbeiten ohne größeren Aufwand durchführen zu können.

Fütterung

Bei der Wahl des Futters sind Fuchsmangusten nicht wählerisch. Als Grundfutter sind Eintagsküken und Mäuse gut geeignet und werden gerne angenommen. Daneben können Heuschrecken und Mehlwürmer angeboten werden. Werden diese in mit Heu gefüllten Kartons angeboten, die nur über zwei kleinere Öffnungen verfügen, sind sie auch eine ideale Beschäftigung für die neugierigen Mangusten. Hart gekochte Eier sind eine gute Ergänzung des Futterplans, wobei man dabei die mangustentypische Schleudertechnik zum Öffnen der Schale beobachten kann. In geringen Mengen an auch Katzen- oder Hundefutter gereicht werden, im Sinne der Zahngesundheit sollten aber nur Sorten ohne Karamell verfüttert werden. Obwohl Fuchsmangusten Carnivoren sind, fressen sie auch süßes Obst. Bananen, Trauben, überreife Birnen oder Melonen sind dabei der echte Renner und können zur Erweiterung des Speiseplans und zur Sicherstellung der Vitaminversorgung gereicht werden.

Büchertipps